Sonntag, 28. September 2014

Überbackene Rote Bete, ein Kochbuch auf Reisen

Man glaubt es kaum, seit Tagen ist endlich wieder einmal die Sonne zu sehen, und dann gleich mit einem besonders wunderschönen Wetter, das zum Wandern einlädt. 
Rund um Salzburg gibt es unzählige Ziele, eines davon ist das liebevoll gestaltete Freilichtmuseum in Großgmain.
Nun aber zu meinem heutigen Thema, dem zweiten Beitrag zu Ein Kochbuch auf Reisen, von dem ich vor einigen Tagen erzählt habe. Elisabeth von La Gusterina hat diesen netten Blogevent schon vor knapp zwei Jahren ins Leben gerufen. Nach einer langen Unterbrechung der Reise hat Cucina Vegana von Heike Kügler-Anger doch noch zu mir gefunden und ich habe als zweites Rezept überbackene rote Bete, oder wie wir auch sagen, Rohnen oder rote Rüben, gewählt.
Eine kleine Abweichung gibt es jedoch, im Originalrezept werden geriebene Haselnüsse verwendet, ich hatte aber noch Walnüsse im Vorratsschrank, die ich fein gehackt habe. Man kann diese natürlich auch fein mahlen.
Achja, dieses wirklich wunderbare Gericht heißt im Italienischen barbabietole gratinate.



Überbackene Rohnen

4 Portionen

4 rote Bete (rote Rüben)
Saft von zwei Orangen
100 g fein gehackte Walnüsse
4 Esslöffel Olivenöl
8 Esslöffel Semmelbrösel
4 Esslöffel feine gehackter Petersil
Meersalz
schwarzer Pfeffer



Rote Rüben unter fließendem Wasser gut abbürsten, abtropfen lassen und in Alufolie einschlagen.
In einer Auflaufform bei 200 Grad gut 90 Minten garen lassen. Sie sollten weich sein.
Abkühlen lassen, schälen, in kleine Würfel schneiden und in eine eingeölte Auflaufform geben.
Salzen und pfeffern.
Orangensaft und Olivenöl gut verrühren und mit Walnüssen, Semmelbrösel und Petersil vermischen. Diese Masse auf die Rübenwürfel auftragen.
Rote Rüben bei 200 Grad im Backrohr überbacken.

Kleines Hoppala am Rande. Ich hatte tatsächlich keine Brösel im Haus, was schier unmöglich klingt und habe mir deshalb mit zerbröslten Grissinistangen beholfen. 




Mittwoch, 24. September 2014

Melanzanimousse mit Feigen

Bereits im Frühling habe ich ein ähnliches Rezept vorgestellt. Auberginenmousse mit Granatapfel.
Melanzani ist einfach ein andere Ausdruck für Auberginen, mancherorts kennt man auch den Namen Eierfrucht. 
Ich liebe den leicht bitteren Geschmack der gebratenen Melanzani. Am idealsten wäre es natürlich die Früchte über einer offenen Flamme zu braten. Meine selige Schwiegermama verwendete dazu die Flammen ihren Gasherdes. Nachdem kaum jemand mehr einen Gasherd sein Eigen nennt, zumindest in unseren Breitengraden, kann man hervorragend auf die Grillfunktion des Backrohres zurückgreifen.
Frische Feigen erhält man jetzt überall im Handel und sie geben dem Melanzanimousse eine besondere Note.



Melanzanimousse mit frischen Feigen

4 Portionen

3 große Melanzani (Auberginen)
2 Feigen
1 kleine weiße Zwiebel
3 Esslöffel Olivenöl
Saft einer Zitrone
Meersalz
weißer Pfeffer

Melanzani mit einer Gabel mehrmals anstechen und auf einer Alufolie im Backrohr bei 220 Grad solange grillen, bis die Haut braun ist. Herausnehmen und abkühlen lassen. Halbieren, die Kerne möglichst entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale heben,  mit der grob gehackten Zwiebel, Zitronensaft und Olivenöl mit dem Mixstab fein pürieren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Feigen schälen und das Fruchfleisch mit einem Messer fein hacken. Unter das Melanzanimousse mischen oder darauf garnieren.



Auch wenn erst Mittwoch ist, so möchte ich doch wieder auf das Projekt #Tierfreitag von Katharina Seiser hinweisen, an dem ich mich seit Anbeginn gerne beteilige.



Samstag, 20. September 2014

Steak Tartare und ein großes Dankeschön

Seit dem letzten Blogbeitrag sind ein paar Tage vergangen. 
Zum Einen war ich noch sehr mit dem Abschluss meines Blogevents den ich bei Zorra im Kochtopf veranstaltet habe, beschäftigt. 
Und zum Anderen war ich wieder einige Tage zur Fortbildung in der wunderschönen Wachau und dort mit durchaus durchwachsenen Themen beschäftigt, so dass die Geschmeidigen Köstlichkeiten einfach Urlaub machten. 

Ich möchte mich nun hier ganz besonders bei Zorra für die wunderbare Gastfreundschaft in ihrem Kochtopf bedanken und bei allen Teilnehmern am Blogevent SMOOTH FOOD
49 wunderbare und anregende Rezepte sind eingelangt und ich bin immer noch überwältigt, wie viele KollegInnen sich Gedanken zu meiner besonderen, barrierefreien Ernährungsform gemacht haben. Viele persönliche Geschichten und Erlebnisse wurden berichtet, Süßes und Saures, Kaltes und Warmes wurde gekocht. Alles liebevoll zusammengefasst, kann man die Sammlung hier nachlesen.

Und heute habe ich ein herrliches Steak Tartare mitgebracht. 
Die einzige Form in der ich noch Fleisch essen kann, ist Faschiertes oder Gehacktes. Und nachdem ich immer schon gerne roh gegessen habe, bietet sich Tartare in allen Varianten gerade zu an.



Steak Tartare

2 Portionen

250 g Rinderfilet
1 Eidotter
1 halbe, kleine weiße Zwiebel 
2 Esslöffel Dijonsenf
5 Kapernbeeren
5 grüne Oliven
1 Esslöffel  edelsüßes Paprikapulver
2 Esslöffel Olivenöl
Meersalz
Tabasco
schwarzer Pfeffer
Sauerrahm




Man sollte nach Möglichkeit das parierte Filet selber faschieren, ansonsten frisch beim Metzger faschieren lassen und sofort verarbeiten.
Das rohe Hackfleisch mit dem Eidotter verrührt. Zwiebel, Kapernbeeren und Oliven ganz fein hacken und unterrühren. Senf, Paprikapulver und Olivenöl untermischen. Mit Meersalz, Pfeffer und Tabasco würzen.
Eventuell 2 bis 3 Esslöffel Sauerrahm einrühren.



Sonntag, 14. September 2014

Crema di Carote, ein Kochbuch auf Reisen

Im Jänner 2013 hat Elisabeth von La Gusterina zu einem Blogevent der besondern Art aufgerufen. Ein Kochbuch sollte auf Reisen gehen. Cucina vegana von Heike Kügler-Anger ist ein kleines Büchlein mit veganen, italienischen Rezepten. Eigentlich hätte das gute Stück schon vor einem Jahr bei mir eintreffen sollen. Und wie es manchmal so ist, das Buch ist auf seiner Rundreise einfach verschwunden und es sah danach aus, als wäre das Projekt beendet. Doch plötzlich vor einigen Wochen tauchte es wieder auf und nun ist es seit knapp einer Woche bei mir in der Küche. Viele persönliche Bemerkungen finden sich neben den Rezepten und man kann auch gut erkennen, wie sich auch die teilnehmenden Blogs verändert habe.Viele haben sich weiterentwickelt, aber so mancher ist in einen Dornröschenschlaf verfallen....
Es war gar nicht so einfach ein passendes geschmeidiges Rezept zu finden, weil viele bereits verkocht waren oder für meinen Blog leider nicht brauchbar sind. Aber ich bin natürlich fündig geworden. 
Karottencremesuppe gibt es mir zu Hause öfter, jedoch diese Variante ist für mich neu und besonders interessant, weil sie aus mehreren Gemüsesorten besteht. Optisch ist sie nicht unbedingt ein Highlight, aber geschmacklich ganz wunderbar. Ich habe mich bis auf ein paar kleine Abweichungen an das Originalrezept gehalten. Zum Beispiel habe ich auf das Weizenmehl verzichtet, da die Kartoffel als Bindemittel ausreichen. Und den Petersil habe ich glatt vergessen.





Crema di Carote

4 Portionen

30 g getrocknete Tomaten
1 Stange Lauch
1 gelber Paprika
4 Esslöffel Olivenöl
5 Karotten
2 Kartoffel
2 Zweige Majoran
900 ml Wasser
2 Esslöffel Aceto Balsamico bianco
Meersalz
schwarzer Pfeffer




Getrockenete Tomaten in heißem Wasser ziehen lassen und danach in Streifen schneiden.
Lauch und Paprika in kleine Stücke schneiden und in Olivenöl anschwitzen.
Karotten in dünne Scheiben schneiden und die geschälten Kartoffel würfeln.Zusammen mit dem Majoran ebenfalls in den Topf geben und mit Wasser aufgießen.
Aufkochen , die Temperatur wieder reduzieren und das Gemüse weich kochen. 
Tomaten hinzufügen.
Anschließend mit dem Mixstab oder im Mixaufsatz fein pürieren.
Mit Balsamico abschmecken. Salzen und pfeffern.
Sollte man Petersil im Haus haben, diesen fein hacken und einstreuen.









Freitag, 12. September 2014

Herbstlicher Couscous-Salat

In meiner Heimatstadt Salzburg hat sich in den letzten Monaten ein reger Austausch unter uns Bloggern ergeben. Im Schnitt einmal im Monat trifft man sich zu einem Stammtisch mit Blogbetreibern aus allen möglichen Sparten. 
Und dazwischen sitzen auch die Foddbloggerinnen in geheimer Mission zusammen. Da wird natürlich nicht nur gequatscht und beratschlagt, sondern auch gegessen.
Bei Treffen im privaten Rahmen bringen meist alle Beteiligten eine Kleinigkeit zum Essen mit.
Und deshalb habe ich gestern einen Couscous-Salat zu unserem Date mitgebracht. 
Üblicherweise serviert man Taboulé im Sommer als erfischendes, leichtes Gericht. Aber auch mit herbstlichen Früchten eignet sich dieser Salat ganz wunderbar als Mitbringspeise.
Da ich auf sämtliche tierische Substanzen verzichtet habe, darf sich mein Salat in die #Tierfreitag-Liste eintragen.





Herbstlicher Couscous-Salat

4 Portionen

250 g Couscous
300 ml Gemüsebrühe
1 kleine Jungzwiebel
1 halbe Birne
100 g kernlose Weintrauben
1 Feige
100 g Blaubeeren
100 g geriebene Walnüsse
Olivenöl
Saft einer Zitrone
1 Stängel Minze




Gemüsebrühe erhitzen und Couscous einrühren. 5 Minuten unter mehrmaligem Umrühren bei niedriger Temperatur weiter köcheln lassen. Eventuell noch Brühe nachgießen.
Zwiebel und Obst sehr fein würfeln und mit der fein gehackten Minze und den geriebenen Walnüssen unter den Couscous mischen. Zitronensaft und reichlich Olivenöl einrühren. Salat im Kühlschrank durchziehen lassen.
Bei Bedarf kann man Sauerrahm untermengen um den Salat geschmeidiger zu machen, dann ist er jedoch nicht mehr tierfrei.

Sonntag, 7. September 2014

Schokolade-Minze-Tiramisu

Der Herbst hat Einzug gehalten, eigentlich ist er schon seit Wochen hier. Vielleicht kann man doch noch mit ein paar Altweibersommertagen rechnen, nach diesen kühlen, verregneten Wochen. Ich muss dazu erwähnen, dass dieses feuchte Wetter sehr oft Narbenschmerzen verursacht, deshalb wäre mir ein Dauersommer mit milden Temperaturen am liebsten.
Jedenfalls sind die Kräuter auf der Terrasse zum abernten, auch die Minze, die ziemlich ausgetrieben hat und heuer wohl keine neuen Blätter mehr tragen wird.
After Eight und Biskotten hab ich im Vorratsschrank gefunden, das war Grund genug um eine Tiramisu-Variante auszuprobieren. Nicht die klassische Version mit Kaffee oder mein steierisches Apfel-Tiramisu, dieses Mal habe ich Kakao verwendet und es entstand eine wunderbare, geschmeidige Sonntagssüßspeise die auch an anderen Tagen das miese Wetter vergessen lässt.





After Eight Tiramisu

4 Portionen

200 g Mascarpone
2 Eidotter
30 g Backzucker
100 ml Kakao
8 Stück After Eight
2 Blatt Minze
ca. 12 Biskotten




Eidotter mit Zucker sehr schaumig schlagen. Mascarpone mit After Eight und Minzblätter im Blender mixen und anschließend mit der Eiermasse verrühren. 
Boden einer eckigen Kuchenform im Ausmaß von ca. 20 cm x 10 cm mit Biskotten belegen. Biskotten gut mit Kakao beträufeln. Mit der Mascarponemasse bedecken und die nächste Schicht Biskotten darauf legen, ebenfalls mit Kakao beträufeln und als Abschluß eine weitere Schicht Mascarpone. Im Kühlschrank am Besten über Nacht fest werden lassen. Vor dem Aufschneiden mit feinem Kakaopulver bestreuen.





Angela öffnet ihre Krimserei immer am Dienstag für befreundete BloggerInnen, eine wirklich nette Idee. {Tasty Tuesday}

Freitag, 5. September 2014

Waldpilze im Glas zum #Tierfreitag

Einer der wenigen Vorteil an diesem verfrüht herbstlichen Wetter ist der Umstand , dass es heuer viele Waldpilze gibt. Ich selbst erkenne gerade Steinpilze, Eierschwammerl und Fliegenpilze. Da ist es natürlich von Vorteil, wenn im näheren Umfeld Pilzsucher und vor allem Kenner zu finden sind. Ein netter Freund meiner Eltern zählt zu dieser Kategorie und hat mir vor zwei Tagen eine schöne Ausbeute frei Haus geliefert. Neben den allseits bekannten Steinpilzen, auch "Herrenpilz" genannt, fanden sich noch Rotkappen und Fichtenreizker. Diese beiden Sorten zeichen sich auch dadurch aus, dass sie sich schon nach kurzer Lagerung, spätestens aber beim Aufschneiden, verfärben. Man sollte sich durch die dunkle Farbe nicht irritieren lassen, zumal der wunderbare Geschmack erhalten bleibt.
Normalerweise würde sich diese Kombination für eine Schwammerlsoße oder ein Pilzgulasch eignen, doch habe ich heute ein wenig experimentiert, weil das Gericht auch zum #Tierfreitag passen sollte. 
Die Idee eines Aufstriches war schnell geboren. Ursprünglich wollte ich die Masse pürieren, dann habe ich mich aber für fein hacken entschieden, und das Ergebnis ist ein herrliches Löffelgericht, das man auch als Aufstrich oder Pesto für Nudeln verwenden kann.
Man kann für dieses Rezept jegliche Art von Wald- oder auch Kulturpilzen verarbeiten. 


Waldpilze fein gehackt

2 Portionen

500 g gemischte Waldpilze
2 Jungzwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Zweig Thymian
1 Zweig Majoran
1 Stängel Rosmarin
Meersalz
Olivenöl


Pilze mit einem Pinsel säubern und in Scheiben schneiden. In einer beschichten Panne portionsweise in Olivenöl scharf anbraten. Zwiebeln und Knoblauch sehr fein würfeln und im Bratrückstand dünsten. Die Pilze dazugeben und nochmals durchrösten. Kräuter hacken und einrühren. Salzen. Pilzmasse auf ein großes Schneidbrett geben und sehr fein hacken. In Portionsgläser abfüllen.



Im Hintergrund Fichtenreizker, vorne links Rotkappe und vorne rechts ein Steinpilz.
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