Samstag, 16. August 2014

Zucchiniauflauf

Seit Tagen haben wir hier Temperaturen wie sonst Ende September. Manchmal steigt das Thermometer kaum über 15 Grad - und das Mitte August! Es wäre eigentlich ein Grund, ordentlich herumzujammern.
Dafür erhalte ich ständig von Freunden, Bekannten, Verwandten, Freunden und Bekannten meiner Kinder, zusammengefasst: von Gartenbesitzern, frisches Obst und Gemüse geschenkt. Unter anderem Zucchini in allen Formen und Farben. Ich muss ja fast glücklich sein, dass meine eigenen Dachterrassen-Zucchinistauden nach der ersten großzügigen Ernte den Geist aufgegeben und trotz bestem Zureden nur mehr männliche Blüten hervorgebracht haben. Meistens verbrate ich dieses Kürbisgemüse oder zaubere eine geschmeidige Suppe.
Heute hab ich die Zucchini fein geraspelt und zu einem schnellen Auflauf verarbeitet.
Wenn man Salat essen kann, dann passt ein wunderbarer grüner Salat mit Kernöl dazu.




Zucchiniauflauf

2 Portionen

1 großer gelber Zucchino
1 kleine rote Zwiebel
1 Ei
200 ml Sauerrahm
30 g geriebener Emmentaler
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Die Enden des Zucchino entfernen und die Frucht mit der Schale fein raspeln. Gut ausdrücken und die Flüssigkeit durch ein Sieb abrinnen lassen.
Sauerrahm und Ei verrühren, Zucchinimasse unterheben und mit dem Rest vermischen. Salzen und pfeffern.
Auflaufform mit Olivenöl auspinseln und die Masse einfüllen. Mit dem geriebenen Käse bestreuen. 30 Minuten im Rohr bei 170 Grad mit Umlauft backen und danach für 5 Minuten die Grillfunktion zuschalten.



Dienstag, 12. August 2014

Tortillacreme oder was von der Fete übrig blieb

Mein Jüngster, der die Teenagerphase auch schon seit ein paar Jahren hinter sich hat, hat gestern mit ein paar Freunden eine Tortilla-Fete geschmissen. Da wurde gehobelt, geschnitten, gerührt und gebraten, bis die mütterliche Küche kaum mehr zu erkennen war. 
Ich versuche dann immer, in den "Ich schau nicht hin"-Modus zu schalten, was mitunter sehr schwierig ist. Das morgendliche Chaos war überschaubar, dafür fand ich eine große Schüssel mit Mais, Bohnen und sonstigem Zeug im Kühlschrank: die Reste der Fülle für die Tortillas. 
Nein, ich präsentiere jetzt kein Tortillarezept, weil ich dergleichen ohnehin nicht essen kann. Ich gebe vielmehr ein Beispiel, wie sich die Reste barrierefrei verwerten lassen. Eigentlich versuche ich ja, mein Essen nicht zu pürieren, weil mich das so sehr an meine lange Rekonvaleszenzzeit erinnert, aber um diese Creme herzustellen, musste ich dennoch zum Mixstab greifen. 
Der Mais kann natürlich auch frisch vom Feld kommen. In diesem Fall kocht man ihn vor.


Tortillacreme

2 Portionen

1 Dose Mais
1 Dose Kidneybohnen
1 weiße Zwiebel
2 Eiertomaten
1 halber gelber Parpika
1 halber roter Paprika
3 Esslöffel Olivenöl
2 Esslöffel Aceto Balsamico



Zwiebel in Ringe schneiden. Tomaten und Paprika würfeln, mit Bohnen und Mais vermengen. Öl und Aceto Balsamico untermischen. Das Gemüse einige Stunden ziehen lassen. Anschließend mit einem Stabmixer oder Mixaufsatz fein pürieren.



Freitag, 8. August 2014

Avocadoaufstrich zum #Tierfreitag

Als Pensionistin hat man ja meist einen anderen Zeitbegriff als der erwerbstätige Mensch mit geregelten Arbeitszeiten. Für mich ist sozusagen fast jeder Tag ein Sonntag und echte Sonntage erkenne ich vorwiegend an den geschlossenen Geschäften. 
Darum ist der #Tierfeitag eine sehr praktische Einrichtung, nicht nur, weil er als Projekt einen großen Sinn ergibt, sondern auch, weil er in meinem persönlichen Fall für eine gewisse Wochenstruktur sorgt. Ich weiß nun, dass übermorgen alle Läden geschlossen sind.
Der #Tierfreitag wurde im Jänner ins Leben gerufen, und über 300 Rezepte haben bereits auf der Liste Einzug gehalten.
Ich habe mich diese Woche für eine Resteverwertung entschieden. Schnell und einfach sollte das Rezept auch deswegen sein, weil ich mich irgendwie in einer kreativen Unlustsphase befinde. 
Also lag es nahe, Avocado und Tomaten zu einem Aufstrich zu verarbeiten, der offenbar so gelungen war, dass ich heute Morgen nicht einmal mehr einen Löffel davon im Kühlschrank fand. 
Obwohl Avocados einen hohen Fettanteil haben, gelten sie trotzdem als sehr gesund, da es sich größtenteils um wertvolle ungesättigte Fettsäuren handelt. Außerdem sind die Früchte wichtige Vitaminlieferanten und beinhalten Folsäure, Magnesium und Eisen.
Guacamole ist wohl das bekannteste Gericht, das aus Avocado hergestellt wird und mein Aufstrich zeigt gewisse Ähnlichkeiten.




Avocadoaufstrich

2 Portionen

1 Avocado
1 große Tomate
1 Jungzwiebel
Saft einer halben Zitrone
4 Esslöffel Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer


Avocado halbieren, Kern entfernen, das Fruchfleisch mit einem kleinen Löffel aushöhlen und in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken. Olivenöl hinzufügen.
Tomaten kreuzweise einritzen und in heißem Wasser kurz überbrühen - so lässt sich die Haut leichter entfernen. Entkernen und in sehr feine Würfel schneiden. 
Das Grün der Zwiebel entfernen und die weiße Zwiebel sehr fein hacken. 
Avocadofleisch, Tomaten und Zwiebelwürfel gut vermischen, Zitronensaft hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 


Samstag, 2. August 2014

Insalata Caprese, ganz geschmeidig

Insalata Caprese ist der klassische italienische Sommersalat, der vor gut 25 Jahren die Reise über die Alpen angetreten hat, um auch im deuschtsprachigen Raum als Tomaten-Mozzarella-Salat berühmt zu werden.
Damals, als ich mich noch in Rom und Umgebung herumtrieb, war dies ein sehr beliebtes, kleines Mittagessen bei hohen Außentemperaturen. Vorzugsweise wurde oftmals auch Thunfisch darunter gemischt.
Die Zusammenstellung von Mozzarella, Tomaten und Basilikum symbolisiert übrigens die italienischen Nationalfarben.
Der Name "caprese" leitet sich, wie wäre es anders zu erwarten, von der Insel Capri ab, die der Inbegriff von Sommer, Sonne, Meer und Ferien ist.
Da Tomaten, oder Paradeiser, wie wir Österreicher auch gerne sagen, für mich im rohen Zustand ein No-Go sind, habe ich sie zu einem feinen Gelee verarbeitet.
Es gibt ja auch Menschen, die überhaupt keine rohen Tomaten essen, gekochte aber sehr wohl. Für jene ist meine Zubereitungsart ebenfalls ein Favorit.




Geschmeidige Insalata Caprese

4 Portionen

4 große Eiertomaten
400 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Honig
1 Knoblauchzehe
2 Teelöffel Agar-Agar
Salz
Pfeffer
1 Kugel Büffelmozzarella
125 ml Schlagobers (Schlagsahne)
1 halber Bund Basilikum
2 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Aceto Balsamico



Tomaten entstielen und in grobe Würfel schneiden. Mit Gemüsebrühe, Honig und Knoblauch im Standmixer fein pürieren. Durch ein sehr feines Sieb passieren. 500 ml der Flüssigkeit mit Agar-Agar aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Eine flache Form mit Klarsichtfolie auskleiden und die Flüssigkeit hineingießen.
Gut 2 Stunden im Kühlschrank kaltstellen, bis die Masse fest ist.

Mozzarella sehr fein würfeln, eventuell mit einer Gabel zerdrücken, mit Schlagobers vermengen, salzen und pfeffern.
Basilikum ganz fein hacken, mit Olivenöl und Aceto Balsamico gut verrühren.

Mozzarellasauce auf einem flachen Teller verteilen, Basilikumöl einrühren und Tomatengeleekugeln daraufsetzen. Die Kugeln sticht man am besten mit einem Melonenausstecher aus.



Montag, 28. Juli 2014

Dinkel-Eiernockerl

Auf den letzten Abdruck ist es mir jetzt doch noch gelungen, ein hübsches Rezept für Yushkas Blogevent zu schreiben. 
Ein schönes Thema hat sich die Sugarprincess da ausgedacht: Lieblingsessen unserer Kinder. Das liegt auf der Hand, denn Yushka ist Mama von sechs, ja, richtig gelesen, von sechs Kindern! Obwohl ich selber vier erwachsene Kinder habe, habe ich großen Respekt davor. Eine meine beiden Schwestern ist sogar Mama von sieben Kindern - eine Leistung, vor der ich meinen Hut ziehe, denn es wird immer schwieriger in unserer Gesellschaft, mit so viel Nachwuchs zu leben. Es dauert ja bekanntermaßen ein paar Jahre, bis man sie relativ bedenkenlos in die große, weite Welt schicken kann. Dazwische geht man manchmal ein wenig an die eigenen Grenzen.
Zurück zum Thema, dem Kinderlieblingsessen. So etwas gibt es natürlich auch bei uns, mehrere davon sogar, aber Eiernockerl sind auch heute noch ein Gericht, das sich meine Kinder wünschen, wenn alle bei uns zu Hause antanzen. 
Heute koche ich Nockerl am liebsten mit Vollkornmehl, bevorzugt aus Dinkel. Es spricht aber überhaupt nichts dagegen, normales Universalmehl zu verwenden.
Für mich vermische ich die Nockerl gerne mit einer Schnittlauchsoße, das macht sie geschmeidig.




Dinkel-Eiernockerl

4 Portionen

400 g Dinkelvollkornmehl
4 Eier für den Teig
200 ml Milch
50 g Butter
Salz
Muskatnuss
2 Eier
Schnittlauch
Butter

Mehl, Eier, Milch und zerlassene Butter gut verkneten. Sollte der Teig zu zäh sein, etwas Milch hinzufügen.
Mit Salz und Muskatnuss abschmecken.
In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Den Teig mit einer Nockerlreibe in das Wasser reiben. Wenn die Nockerl an die Oberfläche schwimmen, mit einer Kelle herausheben und kurz mit kaltem Wasser abspülen. 
In einer Pfanne Butter zerlassen, Nockerl hineingeben. Für vier Portionen 2 Eier verquirlen und darüber geben. Mehrmals gut durchrühren, eventuell noch etwas nachsalzen und mit fein geschnittenem Schnittlauch servieren. 
Dazu essen wir gerne gemischten Salat.






Sonntag, 27. Juli 2014

Erdbeer-Tomaten-Kaltschale, Gastbloggerei

Wer möchte nicht wenigstens einmal ganz kurz Prinzessin sein? Und wenn man auch nur für einen Tag als Gastprinzessin fungiert.
Exakt das durfte ich vor einigen Tagen sein: Gastprinzessin bei der Zwergenprinzessin. Die ist nämlich auf Urlaub und hat ein paar befreundete Bloggerinnen gebeten, das Kochschloss während ihrer Abwesenheit zu beleben. Da war ich gerne dabei und habe ihr meine Inspiration aus meinem Venetourlaub im Juni mitgebracht: eine wunderbare Kaltschale für heiße Tage.
Die Zwergenprinzessin bloggt übrigens schon seit Ewigkeiten, aber schaut Euch doch selber in ihrem Schloss um.




Erdbeer-Tomaten-Kaltschale

4 Portionen

200 g Erdbeeren
500 g Tomaten
1 kleiner Zweig Rosmarin
1 kleiner Stängel Minze
1 kleiner Stängel Zitronenverbene
roter Pfeffer

Die Tomaten, oder wie man im Osten Österreichs sagt, Paradeiser, mit einem feinen Messer kreuzweise einritzen und in kochendem Wasser kurz überbrühen. Haut abziehen, halbieren, Kerne mit einem kleinen Löffel entfernen und das Fruchtfleisch würfeln. Die Erdbeeren von ihren Blättern befreien und ebenfalls grob würfeln.
Tomaten und Erdbeeren im Mixer fein pürieren, zum Schluss die frischen Kräuter hinzufügen und abermals durchmixen.
Mit etwas rotem Pfeffer würzen.
Im Kühlschrank kalt stellen und mit Eiswürfeln servieren.
Die Kaltschale kann direkt aus dem Glas getrunken werden - oder man serviert sie als Sommersuppe.



Freitag, 25. Juli 2014

Barrierefreier Couscoussalat für die Landpartie

Schon wieder steht ein #Tierfreitag an. 
Meine Leser kennen das Projekt von Katharina Seiser inzwischen schon, an dem ich fast regelmässig teilnehme. 
Tierfreitag bedeutet, ein Rezept ohne tierische Produkte und auf rein pflanzlicher Basis zu erstellen beziehnungsweise einen Beitrag über vorbildliche Tierhaltung zu schreiben.

Ich war vor wenigen Tagen mit einigen Salzburger Bloggerkollegen an der oberösterreichischen Grenze zu einer Landpartie bei Conny von moment in a jelly jar eingeladen. Da lag es auf der Hand, einen einfachen Salat mitzubringen, den auch ich essen konnte. Danke an Conny und Moritz für Eure tolle Gastfreundschaft!
Bei dieser Gelegenheit fiel der unglaublich passende Ausdruck für meine Ernährungsweise, nämlich barrierefrei essen. Dieser Begriff stammt von Gerhard, der gerne mit Zügen anders reist. Danke Gerhard!
Es war ein wirklich toller Brunch mit ganz wunderbaren Freunden.




Couscoussalat mit Heidelbeeren

4 Portionen


250 g Couscous
250 ml Gemüsebrühe
100 g Heidelbeeren
100 g Radieschen
1 halbe Feldgurke
Olivenöl
Saft einer Zitrone
Zitronenverbene
Minze




Gemüsebrühe kurz mit Olivenöl aufkochen, Couscous hinzufügen, mehrmals umrühren und ca. 5 Minuten bei mittlerer Temperatur quellen lassen. Vom Herd nehmen und auskühlen lassen.
Heidelbeeren, Gurke und Radieschen sehr fein würfeln und unter das Couscous mischen. Kräuter fein hacken, ebenfalls einrühren und mit reichlich Olivenöl und Zitronensaft vermengen.