Sonntag, 1. Februar 2015

Hummus mit Kichererbsen und Bohnen

Vor einigen Tagen war ich wieder einmal in Wien bei Tochter, Schwiegersohn und meinem kleinen Enkelschatz. Außerdem habe ich meinen Familienausflug mit zwei Terminen in der Wiener Innenstadt verbunden. Bei dieser Gelegenheit habe ich dem berühmten Naschmarkt einen Besuch abgestattet. Dieser Markt ist auch sehr bekannt für seine gastronomisches Angebot. Ich bevorzuge das NENI, das von der Familie Molcho geführt wird. Das Angebot auf der Speisekarte könnte genauso gut in einem Restaurant in Tel Aviv zu finden sein. Ich esse dort sehr gerne Hummus. Und das hat mich dazu inspiriert wieder einmal eine meiner eigenen Hummus-Kreationen vorzustellen. 
Ich habe durch Zufall entdeckt, dass es Bohnen mit Kichererbsen gemischt in der Dose gibt. Natürlich kann man auch getrocknete Hülsenfrüchte verwenden, diese müssen jedoch erst gewässert werden. Tahina kann man auch ganz einfach selber herstellen.



Kichererbsen-Bohnen-Hummus

4 Portionen

1 Dose Kichererbsen mit Bohnen ca. 300 g
Saft einer halben Zitrone
1 Esslöffel Tahina 
4-5 Esslöffel Olivenöl
1 Knoblauchzehe
Salz
Kreuzkümmel nach Geschmack
Petersilblätter
Chiliflocken nach Geschmack


Doseninhalt abtropfen lassen und mit Zitronensaft, Olivenöl und Knoblauch ganz fein mit einem Pürierstab pürieren. Tahina einrühren, salzen und mit Kreuzkümmel abschmecken. Bei Bedarf noch Olivenöl beifügen. Petersilblätter abzupfen und darüber streuen. Wer Schärfe liebt, kann auch noch Chiliflocken darüber streuen. 
Am besten passt dazu frisches Fladenbrot.



Weitere Hummus-Varianten:



Sonntag, 25. Januar 2015

Shakshuka à la Gigi in zwei Varianten

Shakshuka gibt es bei uns nicht erst seit Yotam Ottolenghi dieses Gericht auch in Europa populär gemacht hat. Trotzdem habe ich diese Frühstücksspeise seit einiger Zeit nicht mehr zubereitet. Nun ist es so, dass im letzten Dezember eine neue Pfanne in meiner Küche eingezogen ist. Nicht irgendeine, sondern eine Edelstahl-Pfanne der Firma All-Clad, die hauptsächlich Köche in der Spitzengastronomie beliefert. Inzwischen kann man diese wunderbaren Küchenutensilien auch im gut sortierten Einzelhandel beziehen. Ich habe mit dem guten Stück schon so einiges zubereitet, vor allem auch Eiergerichte, wie Eierspeis, Schmarren und Frittaten. Also lag es auf der Hand nach langer Zeit wieder einmal ein israelisches Frühstück auf den Tisch zu zaubern. Ich koche dieses Gericht nach einem Rezept meiner seligen Schwiegermama. Vermutlich gibt es auch von dieser traditionellen Speise unzählige Varianten. Üblicherweise serviert man Shakshuka in der Pfanne, für meine persönlichen Essbedürfnisse richte ich es auch gerne in meinem Eierkoch, einem ofenfesten Glas, an.




Shakshuka à la Gigi

2 Personen

1 roter Paprika
1 gelber Paprika
4 Eier
2 Tomaten
1 kleine weiße Zwiebel
1 kleiner Bund Petersil
Olivenöl
Meersalz
grober schwarzer Pfeffer
Kreuzkümmel
Raz-el-Hanout (Gewürzmischung)




Paprika vierteln und entkernen. Im Backrohr bei 200 Grad grillen bis die Haut braun ist. Mit einem feuchten Tuch abdecken, abkühlen lassen und enthäuten. Klein würfeln.
Tomaten kreuzweise einritzen in heißem Wasser kurz überbrühen, enthäuten, teilen, die Kerne entfernen und ebenfalls klein würfeln.
Zwiebel schälen und fein hacken. In reichlich Olivenöl glasig dünsten und Paprika- und Tomatenwürfel hinzufügen. 10 Minuten schmoren lassen. Mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Raz-el-Hanout würzen. Gut durchrühren. Petersil grob hacken und einstreuen.
Für die Variante im Glas, je ein ofenfestes Glas mit Olivenöl einstreichen, zwei  Esslöffel der Gemüsemasse einfüllen und ein je Ei darüber schlagen. Im Wasserbad so lange ziehen lassen, bis die Eier pochiert sind.
In der verbliebenen Masse in der Pfanne zwei Mulden formen und je ein Ei schlagen. Bei mittlerer Temperatur mindestens 8 Minuten ziehen lassen. 
Dazu passt sehr gut frisches Fladenbrot.




Montag, 19. Januar 2015

Feine Erbsensuppe; zu Gast bei der Herzensköchin


Irgendwann im Dezember las ich den kleinen Hilferuf von Karola, dass sie auf Grund ihres Umzuges im Jänner in  Richtung Bayern, ein paar Aushilfsköche suchen würde. 
Wenn Zeit vorhanden ist und meine Rezepte zu einem anderen Blog passen, dann bin ich gerne behilflich. 
Karola veröffentlicht seit 2013 auf ihrem Blog Herzensköchin vor allem gesunde, alltagstaugliche Gerichte, die sie selber entwickelt. Keine Kunst, denn sie ist nicht nur Krankenschwester, sondern auch Ernährungsberaterin.
Ich habe passend zu ihrem Blog eine leichte und einfache Erbsensuppe virtuell versendet und wünsche ihr eine gute Ankunft in ihrer neuen Heimat.


Feine Erbsensuppe

4 Portionen

500 g junge Erbsen
1 kleine weiße Zwiebel
750 ml Gemüsebrühe
250 ml Buttermilch
2 Esslöffel Olivenöl
2 Stängel frische Petersilblätter



Zwiebel fein würfeln und in Olivenöl glasig dünsten.
Erbsen hinzufügen und mit Gemüsebrühe und Buttermilch aufgießen.
Bei mittlere Hitze solange kochen lassen, bis die Erbsen weich sind.
Petersil hacken und hinzufügen.
Mit dem Mixstab fein pürieren.

Eventuell mit Weißbrot-Croutons oder Käseblätterteig-Stangen servieren.

Eine Kooperation im Rahmen der Aktion Übern Tellerrand


Freitag, 16. Januar 2015

Tortenmesse in Wien


In die österreichische Bundeshauptstadt fahre ich des Öfteren. Der Hauptgrund ist meist familiärer Natur, denn meine Tochter lebt samt ihrer kleinen Familie südlich von Wien. Dieses Wochenende gab es gleich mehrere Gründe um mich in den Zug zu setzen. Allen voran natürlich mein kleiner Enkel, den ich zu selten sehe, und dann standen gleich zwei Messen am Programm. 


Die Tortenmesse im Palais Niederösterreich im ersten Wiener Bezirk wurde schon vor Monaten angekündigt und eigentlich ist das nicht wirklich ein Event der zu mir und zu meinem Blog passt. Ich backe maximal Kuchen, aber keine Torten und mit Motivtorten kann ich persönlich nicht sonderlich viel anfangen. Dann flatterte aber irgendwann  im Dezember eine Pressemitteilung in meine Mailbox und somit hatte ich einen  zusätzlichen Grund in den Osten zu reisen, zumal an diesem Wochenende auch im Rahmen der Ferienmesse die Cook&Look stattfindet.


Am Freitag morgen ging es dann  mitten in die Wiener Innenstadt in das wunderschöne Palais Niederösterreich, wo über zwei Etagen die Messe Platz fand. Pünktlich um 10 Uhr startete die Pressekonferenz mit der bekannten Tortendesignerin Peggy Porschen, einer gebürtigen Deutschen, die besonders in England für ihre Kreationen berühmt ist. Eine sehr herzliche Frau, die sehr viel Sympathie ausstrahlt. Sasa Asanovic führte durch die Präsentation. Monika Matzat, bekannt als Tortentante und Konditormeister Josef Angelmayer, der am Vorabend den Zuckerbäckerball besuchte, begrüßten ebenfalls die Gäste.


Danach führte der Organisator Raffael Tannheimer noch bevor das Publikum eingelassen wurde, durch die Räumlichkeiten. In einem der Säle waren die Torten für den Wettbewerb ausgestellt. Auch wenn die wenigsten meinem persönlichen Geschmack entsprachen, so war die handwerkliche Arbeit sehr überzeugend. Ich kann nur sagen, Hut ab, vor so viel Fingerfertigkeit.


In einem weiteren Raum waren zahlreiche Verkaufsstände mit Tortenzubehör aufgebaut. Für Motivtortenbäckerinnen vermutlich ein wahres Eldorado. Fondant, Glitzerzeugs Schablonen und Motive, so weit das Auge reichte. 


Ein weiterer Bereich war den Workshops vorbehalten, die man aber nur gegen Voranmeldung besuchen konnte. 
Gegen Mittag füllten sich die Hallen bereits ziemlich stark, für mich ein Zeichen, die Veranstaltung zu verlassen. 
Obwohl ich wirklich sehr wenig Bezug zu Motivtorten habe, hat sich mein kleiner Ausflug in die süße Welt ausgezahlt. 



Montag, 12. Januar 2015

Jägermeisterkuchen vom Fraunz

Da Fraunz (hochdeutsch, der Franz) ist eine fiktive Figur, die sich in Österreich größter Beliebtheit erfreut. Auf Facebook kann er über 135 000 Follower vorweisen und die sind sicher nicht gekauft. Seine Berühmtheit fußt sicher auf der Tatsache, dass da Fraunz in Mundart schreibt, die für Nicht-Österreicher teilweise vermutlich nicht verständlich ist. Und da Fraunz ist auch ein weiser Mensch und hilft mit seinen lockeren, aber tiefgründigen Sprüchen sicher in manchen  Situationen. 
Den Fraunz habe ich auf jener Plattform entdeckt, auf der ich nun öfter als Gastautorin fungiere und dort hauptsächlich über meine Erlebnisse rund um meine Krebserkrankung schreibe. Spätestens seit da Fraunz einen meiner Artikel sehr wertschätzend kommentiert hat, steht für mich fest, der Mensch hinter der Kunstfigur ist wirklich sehr empathisch und nett, a klassa Kampl, sozusagen.
Bis dato wusste ich nicht, dass da Fraunz auch als Kuchenbäcker fungiert, aber sein Rezept für einen Jägermeisterkuchen hat mich schlichtweg überzeugt! Mit seiner freundlichen Einwilligung und ein paar ganz kleinen Abänderungen stelle ich euch nun diesen schnellen und einfachen Kuchen vor.
Dank da sche, Fraunz! ;-)




Jägermeisterkuchen

1 Kastenform 28 cm

250 g zimmerwarme Butter
200 g Backzucker
1 Teelöffel Tahiti Vanillezucker
1 Teelöffel  Ceylon Zimt
100 ml Jägermeister (Kräuterlikör)
4 Eier
250 g Dinkelvollkornmehl
1 Esslöffel Kakaopulver
20 g geriebene Haselnüsse
Butter zum Einfetten
Brösel

150 ml Mascarpone
150 ml Schlagobers (Sahne)
20 ml Jägermeister (Kräuterlikör)
4 Esslöffel Backzucker
1 Teelöffel Tahiti Vanillezucker

Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Eier trennen. Eiweiß steif schlagen. Dotter mit dem Jägermeister unter die Buttermasse mengen. Mehl, Backpulver, Kakao, Haselnüsse  und Zimt vorsichtig untermischen und den Eischnee vorsichtig unterheben.
Backform einfetten und mit Bröseln bestreuen. Masse einfüllen und bei 175 Grad Umluft 45 Minuten backen.
 Für die Creme  Mascarpone, Schlagobers, Jägermeister, Back- und Vanillezucker gut verrühren und in einen Sahnespender geben. Mit 2 Gaspatronen befüllen und im Kühlschrank für 2 Stunden kalt stellen. Man kann die Creme auch mit dem Handmixer herstellen.



Wer mehr vom Fraunz lesen möchte, der sollte sich sein Buch  Gschichtln aus mein Lebn zulegen.







Mittwoch, 7. Januar 2015

Tomatensuppe im Glas

Tomatensuppe mit faschierten Knöderln war eines meiner ersten Blogrezepte. Und Tomatensuppe in allen Variationen steht bei uns oft am Speiseplan.
Die Suppe ist so ausgiebig, dass man sie ohne weiteres als Hauptspeise servieren kann.
Dieses Gericht kann man auch sehr gut für eine Fingerfood-Party verwenden. Dabei knabbert man das Knöderl vom Spieß und trinkt das Süppchen aus dem Glas. 
Natürlich kann man diese Suppe auch gut als Mittagessen mit an seinen Arbeitsplatz nehmen.
Passata di pomodoro ist ein fertiger Tomatensaft, der meist in Flaschen abgefüllt im Lebensmittelhandel erhältlich ist. 



Tomatensuppe aus dem Glas

6 Portionen

2 Flaschen Passata di pomodro mit Basilikum
500 ml Gemüsebrühe
1 Teelöffel Zucker
Salz
schwarzer Pfeffer
1 Prise Kurkuma
250 ml Schlagobers (Sahne)
500 g Hackfleisch gemischt
1 kleine weiße Zwiebel
einige Basilikumblätter
1 Ei
3 Esslöffel Semmelbrösel
100 ml Naturjoghurt
2 Esslöffel Paprikapulver edelsüß
etwas Chilipulver
Meersalz




Zwiebel sehr fein hacken. Basilikumblätter fein nudelig schneiden. Beides gemeinsam mit dem Ei unter das Hackfleisch mischen. Joghurt, Semmelbrösel und Paprikapulver einrühren, Mit Salz und Chilipulver abschmecken. Kleine Knöderl formen.
Tomatensaft gemeinsam mit der Gemüsebrühe erwärmen. Mit Salz, Zucker, Pfeffer und Kurkume würzen. 
Die Knöderl in die Suppe geben und zirka 10 Minuten ziehen lassen. 
Schlagobers aufschlagen oder in einen Sahnespender geben.
Zum Servieren, jeweils ein Glas zur Hälfte mit Tomatensuppe füllen, Schlagobers mit einem Löffel darauf geben oder sprühen und je nach Größe, ein oder zwei Knöderl auf einem Holzspieß über das Glas legen. Eventuell mit einem Basilikumblatt dekorieren.





Hier geht es zur Blogparade von Küchenatlas

Donnerstag, 1. Januar 2015

Pastinakencremesuppe

Normalerweise werden Silvesterrezepte einige Tage vor dem letzten Abend im Jahr veröffentlicht. 
Ich hatte dazu überhaupt keinen Plan und so ergab es sich einfach, dass ich am Nachmittag des 31. Zeit fand die Cremesuppe, die ich für das Abendessen bei meinen Eltern vorbereitet hatte, für einen Blogbeitrag zu fotografieren.
Pastinaken waren in unseren Breitengraden kaum erhältlich, man kannte sie vorwiegend aus Baby-Gläsern. In letzter Zeit fiel mir auf, dass man diese köstlichen Wurzel nicht nur am Markt, sondern auch in gut sortierten Lebensmittelmärkten erhält. Pastinaken haben einen leicht süßlichen Geschmack und sehen Petersilwurzeln sehr ähnlich. 
Übrigens kann man dieses Süppchen auch wunderbar am nächsten Tag kalt aus dem Glas trinken.




Pastinakencremesuppe

4 Portionen

500 g Pastinaken
1 Petersilwurzel
250 ml Schlagobers (Sahne)
750 ml Gemüsebrühe
Salz
weißer Pfeffer

Pastinaken und Petersilwurzel schälen und in Würfel schneiden. In der Gemüsebrühe weich kochen. Wurzeln mit dem Mixstab fein pürieren. Salzen und mit Pfeffer abschmecken. Schlagobers hinzufügen, nochmals kurz aufkochen und mit dem Mixstab aufschäumen.





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